Neben Q-Cells, Solar Millennium und Solon ist jetzt auch das insolvente Solarunternehmen Sovello – einst ein Vorzeigeunternehmen der Solarbranche im sog. Solar Valley – am Ende.

Nach erfolgloser Investorensuche stellt das Unternehmen nun die Produktion ein. Den 1.000 Mitarbeitern drohe nach Angaben von Insolvenzverwalter Lucas Flöther die Arbeitslosigkeit. Ein Teil der Beschäftigten hatte bereits Anfang August die Kündigung erhalten, nun werden die übrigen 500 entlassen. Die Investorensuche dauere zwar an, allerdings sei die Lage schwierig, so der Insolvenzverwalter.

Die Gewerkschaft IG BCE forderte einen Neustart für die deutsche Solarindustrie mit staatlicher Hilfe. „Wenn die Politik die Energiewende will, muss sie auch die Solarindustrie einbeziehen. Ohne Staatsgeld hätten die Firmen nicht genügend Mittel für den Aufbau von Systemlösungen. Alle sehen, wie brutal und unfair der Markt ist.“

Die deutsche Solarindustrie gerät durch die asiatische Billig-Konkurrenz massiv unter Druck. Ob sich die Hoffnungen der Gewerkschaft erfüllen werden, bleibt abzuwarten. Bis jetzt gibt es jedenfalls keine Anzeigen für eine Hilfe seitens der Politik. Es steht daher zu befürchten, dass Sovello nicht das letzte Unternehmen sein wird, dass trotz beschlossener Energiewende schließen und sämtlichen Mitarbeitern kündigen muss.