Nun wird es auch wieder mal Zeit für eine Mittwoch-Morgen-Metapher:

Einen Weisen im alten China fragten einmal seine Schüler:
„Du stehst nun schon so lange vor diesem Fluss und schaust ins Wasser. Was siehst du denn da?“

Der Weise antwortete nicht. Er wandte seinen Blick nicht ab von dem unablässig strömenden Wasser. Schließlich sprach er:

„Das Wasser lehrt uns, wie wir leben sollen. Wohin es fließt, bringt es Leben und teilt sich aus an alle, die seiner bedürfen. Es ist gütig und freigiebig.

Die Unebenheiten des Geländes versteht es auszugleichen: Es ist gerecht.

Ohne zu zögern in seinem Lauf, stürzt es sich über Steilwände in die Tiefe. Es ist mutig.

Seine Oberfläche ist glatt und ebenmäßig, aber es kann verborgene Tiefen bilden. Es ist weise.

Felsen, die ihm im Lauf entgegenstehen, umfließt es. Es ist verträglich.

Aber seine Kraft ist Tag und Nacht am Werk, das Hindernis zu beseitigen. Es ist ausdauernd.

Wie viele Windungen es auch auf sich nehmen muss, niemals verliert es die Richtung zu seinem ewigen Ziel, dem Meer, aus dem Auge. Es ist zielbewusst.

Und sooft es auch verunreinigt wird, bemüht es sich doch unablässig, wieder rein zu werden. Es hat die Kraft, sich immer wieder zu erneuern.

Das alles, sagte der Weise, ist es, warum ich auf das Wasser schaue. Es lehrt mich das rechte Leben!“

Kernaussage für die Arbeitwelt:

Wasser ist kein Guru, aber als Arbeitsprinzip taugt es.

1) Flexibel in der Methode, hart beim Ziel
Wasser ändert den Weg, nicht die Richtung. Im Job heißt das: Plan A scheitert? Gut. Dann Plan B. Aber das Ziel bleibt stehen.

2) Umfließen statt zerschellen
Nicht jeden Widerstand frontal nehmen. Manchmal ist der klügere Move: umgehen, Verbündete holen, Timing ändern, andere Route.

3) Dranbleiben, ohne sich zu verheizen
Wasser arbeitet Tag und Nacht – aber es brennt nicht aus. Ausdauer heißt: Rhythmus, Prioritäten, Wiederholung. Kein heroisches Dauerfeuer.

4) Ruhige Oberfläche, Tiefe darunter
Nach außen sachlich, innen vorbereitet: Zahlen, Argumente, Alternativen. Wer nur glatt wirkt, wird übersehen. Wer nur tief ist, wird nicht gehört.

5) Fair ausgleichen – aber nicht alles kompensieren
„Ausgleichen“ im Team ist gut. Aber wenn du ständig die Löcher anderer stopfst, bist du am Ende das Loch. Fairness braucht Grenzen.

6) Mut ist: auch mal fallen lassen
Wasser stürzt über Kanten. Im Arbeitsleben: Entscheidungen treffen, Konflikte führen, „Nein“ sagen, Verantwortung einfordern – auch wenn’s unbequem ist.

7) Erneuerung ist Pflicht
Wasser wird verunreinigt und klärt sich wieder. Für dich: Lernschleifen, Retros, Feedback, Schlaf, Pausen. Wer nie erneuert, wird zäh und giftig.

8) Der Test: Bringt dein „Fluss“ Leben – oder spült er Menschen weg?
Wasser kann nähren oder zerstören. Übertragen: Ihre Arbeitsweise. Ergebnis, Klima, Gesundheit – bei Ihnen und anderen.

 

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In puncto gesunder Arbeitskultur bin ich deutschlandweit, insbesondere in Baden-Württemberg tätig, vor allem aber in den Orten Dornhan, Rottweil, Horb am Neckar, Villingen-Schwenningen, Nagold, Oberndorf am Neckar, Altensteig, Sulz am Neckar, Schramberg, Dunningen, Eutingen im Gäu, Empfingen, Fluorn-Winzeln, Waldachtal, Starzach, Pfalzgrafenweiler, Balingen, Haigerloch, Bondorf, Mössingen, Trossingen.

 

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