Keine fristlose Kündigung wegen „Nigger“-Äußerung
LAG Mainz: Abmahnung einer Verkäuferin hätte ausgereicht Bezeichnet eine Verkäuferin gegenüber einer Kollegin einen Kunden als „Nigger“ oder „Neger“, muss dies noch keine fristlose Kündigung begründen. Zwar vermag solch eine diskriminierende Äußerung „an sich“ als...
Beschimpfung als „dummer Kanake“ kann fristlose Kündigung begründen
Beschimpft ein Betriebsratsmitglied einen Kollegen als „dummer Kanake“ und droht ihn aufzulauern und zu erschießen, rechtfertigt dies die fristlose Kündigung. Solch eine schwerwiegende Ehrverletzung und ernsthafte Drohung gegen Leib und Leben stellt eine schwere...
Arzt in Rufbereitschaft muss nicht innerhalb 30 Minuten einrücken
LAG Hannover: Anordnung des Klinik-Arbeitgebers unwirksam Krankenhäuser dürfen Klinikärzten in Rufbereitschaft nicht vorschreiben, dass sie nach Abruf innerhalb von 30 Minuten am Patienten verfügbar sein müssen. Weder sieht der Tarifvertrag für Ärztinnen und Ärzte an...
Interne Verhandlungen über Sozialplan ohne Gewerkschaftsberater
Arbeitsgericht Weiden: Betriebsrat steht Anspruch nicht zu Ein Betriebsrat kann bei Verhandlungen mit der Arbeitgeberin über betriebliche Restrukturierungsmaßnahmen und einem Sozialplan keinen Gewerkschaftsbeauftragten als Berater hinzuziehen. Dies ist nach dem...
Kein Schmerzensgeld für Busfahrer bei jugendlichem Vandalismus
Setzen Jugendliche in einem öffentlichen Bus einen Desinfektionsmittelspender in Brand, kann der Busfahrer wegen einer erlittenen Rauchgasvergiftung nicht den Arbeitgeber in die Haftung nehmen. Denn der Arbeitgeber musste nicht damit rechnen, dass jugendlicher...
Kündigung wegen verweigertem „Gendern“ unwirksam
Die Abmahnung und Kündigung einer Chemikerin beim Hamburger Schifffahrtsamt wegen ihrer Weigerung, zu „Gendern“, ist unwirksam. Dies hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Hamburg in zwei am Donnerstag, 05.02.2026, verkündeten Urteilen entschieden (AZ: 1 SLa 185/25 und 1...
Betriebliches Eingliederungsmanagement für schwerbehinderte Menschen
Mein Fachartikel "Betriebliches Eingliederungsmanagement für schwerbehinderte Menschen" ist in der Dezember-Ausgabe der Fachzeitschrift Betriebliche Prävention - Arbeit | Gesundheit | Unfallversicherung - www.BePrdigital.de - erschienen. An dieser Stelle kann der...
Sicherheitskontrolle am Flughafen klappt auch mit Kopftuch
BAG: Muslimische Stellenbewerberin wurde zu Unrecht abgelehnt Die Passagier- und Gepäckkontrolle an einem Flughafen ist auch mit dem Tragen eines religiösen Kopftuchs möglich. Wird die Bewerbung einer als Luftsicherheitsassistentin wegen ihres stets in der...
Was wir vom Wasser lernen können – auch für die Arbeitswelt
Nun wird es auch wieder mal Zeit für eine Mittwoch-Morgen-Metapher: Einen Weisen im alten China fragten einmal seine Schüler: „Du stehst nun schon so lange vor diesem Fluss und schaust ins Wasser. Was siehst du denn da?“ Der Weise antwortete nicht. Er wandte seinen...
Gleichbehandlung bei Lohnerhöhung für alle
BAG mahnt arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz an Nur weil eine Arbeitnehmerin anders als viele ihrer Kollegen einen einheitlichen neuen Arbeitsvertrag nicht freiwillig unterschrieben hat, darf sie auf Dauer von einer Grundlohnerhöhung nicht ausgeschlossen...
Schläge von eifersüchtigem Ehemann auf Arbeitsweg kein Arbeitsunfall
Sozialgericht Dortmund: es fehlt der betriebliche Zusammenhang Die Schläge eines eifersüchtigen Ehemannes gegen einen auf dem Arbeitsweg sich befindlichen Arbeitnehmer sind kein Arbeitsunfall. Denn die aus Eifersucht erlittenen Schläge stehen in keinem sachlichen...
Zweiwöchige Kündigungserklärungsfrist gilt auch bei Schwerbehindertenantrag
LAG Stuttgart: Allein Antrag verhindert keinen Fristablauf Ein Arbeitgeber muss für eine beabsichtigte fristlose Kündigung einer Arbeitnehmerin die gesetzliche zweiwöchige Kündigungserklärungsfrist nach § 626 Abs. 2 BGB auch dann einhalten, wenn die Beschäftigte einen...
Berufskrankheit wegen psychischer Belastung im Rettungsdienst
LSG Stuttgart: PTBS bei Rettungssanitäter nicht anders erklärbar Rettungssanitäter können sich eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) nach traumatischen Erlebnissen bei Rettungseinsätzen als „Wie-Berufskrankheit“ (Wie-BK) anerkennen lassen. Dies hat das...
Mein erstes Fachbuch ist da: „Betriebsbedingte Kündigung“ (Bund-Verlag) – Praxiswissen für HR, Betriebsrat & Beschäftigte
Restrukturierung, Standortverlagerung, Outsourcing, Digitalisierung: Betriebsbedingte Kündigungen sind wieder Alltag. Für Beschäftigte ist das existenziell, für Arbeitgeber ein rechtliches Hochrisiko – und für Betriebs-/Personalräte ein Feld, in dem saubere Verfahren...
Newsletter für den Monat Dezember 2025
Zum vollständigen Newsletter gelangen Sie, wenn Sie diesem Link folgen. Gesunde Arbeitskultur JETZT In puncto gesunder Arbeitskultur bin ich deutschlandweit, insbesondere in Baden-Württemberg tätig, vor allem aber in den Orten Dornhan, Rottweil,...
Der König mit der abgehackten Zehe
Nun wird es auch im Dezember Zeit für eine Mittwoch-Morgen-Metapher: Es war einmal ein König, der einen Berater hatte. Dieser Berater nervte den König ob seines extremen Optimismus. Als der König eines Tages eine Kokosnuss zerkleinerte, passierte ihm dabei ein...
Keine Kündigung wegen falsch vermeldeten Tod eines Kollegen
LAG Kiel: Abmahnung wegen Betriebsfriedenstörung hätte ausgereicht Das von einem Arbeitnehmer in einer WhatsApp-Gruppe veröffentlichte und scherzhaft gemeinte Video einer Traueransprache über den vermeintlichen Tod eines Kollegen muss noch keine Kündigung begründen....
Newsletter für den Monat November 2025
Zum vollständigen Newsletter gelangen Sie, wenn Sie diesem Link folgen. Gesunde Arbeitskultur JETZT In puncto gesunder Arbeitskultur bin ich deutschlandweit, insbesondere in Baden-Württemberg tätig, vor allem aber in den Orten Dornhan,...
Krankschreibung ohne Arztgespräch zählt nicht
LAG Hamm bestätigt fristlose Kündigung Krankschreibungen per Video sind inzwischen möglich und zulässig. Eine Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit (AU) ganz ohne Arzt-Patient-Kontakt müssen Arbeitgeber aber nicht akzeptieren; vielmehr kann dies sogar ein...
Bei Rufbereitschaft noch kein Unfallschutz im eigenen Treppenhaus
LSG Potsdam: Gesetzliche Unfallversicherung erst hinter der Haustür Auch bei Rufbereitschaften in der eigenen Wohnung beginnt der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung erst hinter der Haustür. Ein Sturz nach dem Verlassen der Wohnung im Treppenhaus ist noch nicht...

















